Kernsatz

30 Tage · Geführte Selbsterkenntnis

Du weißt mehr über dich, als du je aufgeschrieben hast.

Kernsatz stellt dir dreißig Tage lang je eine Frage — und merkt sich jede Antwort. Am Ende hast du kein Chatprotokoll, sondern ein Bild von dir. Jede Zeile darin belegt mit einem Satz, den du selbst gesagt hast.

In Entwicklung · Start geplant für Q4 2026 · Deutsch · ab 18 Jahren

Tag 1 · Der Ist-Stand

Wenn jemand, der dich gut kennt, dein Leben gerade in einem Satz beschreiben müsste — was würde er sagen?"

Du hast beim Lesen schon angefangen zu antworten. Genau da fängt es an.

Warum das etwas bringt

Selbsterkenntnis scheitert selten am Wollen.

Sie scheitert daran, dass niemand mitschreibt. Man hat einen klaren Gedanken über sich — im Auto, nach einem Streit, um halb zwei nachts — und drei Tage später ist er weg. Was fehlt, ist kein Tiefsinn. Es ist Buchführung: dieselbe Sache zweimal sehen und merken, dass es dieselbe war.

01

Du entscheidest leichter, wenn du deine Rangfolge kennst.

Die wenigsten könnten spontan sagen, welche drei Dinge ihnen am wichtigsten sind — treffen aber jeden Tag Entscheidungen auf dieser Grundlage. Wer die Reihenfolge einmal ausformuliert hat, erkennt Zielkonflikte, während sie passieren, statt Wochen später.

02

Wiederkehrende Probleme sind kein Pech, sondern ein Muster.

Dieselbe Sorte Konflikt, dieselbe Sorte Job, dieselbe Sorte Erschöpfung. Einzeln betrachtet sieht das nach Umständen aus. Nebeneinandergelegt, mit Datum, sieht es nach etwas aus, das man benennen — und damit ändern — kann.

03

Was du nicht benennst, kostet trotzdem.

Das vermiedene Gespräch, die aufgeschobene Entscheidung, das Ja, das ein Nein war. Diese Rechnung läuft weiter, ob man sie liest oder nicht. Am Ende der dreißig Tage machst du daraus höchstens drei Dinge, die du wirklich änderst — nicht dreißig gute Vorsätze.

Kernsatz ist kein Ratgeber. Es sagt dir nicht, wer du bist, und gibt dir keine Antworten, die du dann glauben sollst. Es stellt Fragen, ordnet deine eigenen Antworten und legt sie dir zum Widerspruch vor. Alles, was am Ende dasteht, hast du selbst gesagt.

So läuft ein Tag

Ein paar Minuten. Vier Schritte. Jeden Tag gleich.

01

Eine Frage

Keine Auswahl, keine leere Seite. Eine Frage, die zum Tag im Programm gehört.

02

Ein kurzes Gespräch

Vier bis sieben Rückfragen, die nachhaken, wo es vage wird — und aufhören, wenn genug gesagt ist.

03

Eine kleine Handlung

Jeder Tag endet mit einer konkreten Sache für heute. Zehn Minuten, nicht zehn Wochen.

04

Ein Ergebnis, das bleibt

Nichts verschwindet im Verlauf. Jede Sitzung zahlt auf ein benanntes Dokument ein, das dir gehört.

Die dreißig Fragen

Vier Wochen, die aufeinander aufbauen.

Das ist kein Stapel Prompts in zufälliger Reihenfolge. Woche 1 fragt bewusst nie nach Gefühlen — nur nach Beobachtbarem, weil Tiefe ohne Vertrauen Fassade produziert. Erst ab Woche 2 geht es nach unten. Hier ist der ganze Bogen, mit echten Fragen aus dem Programm.

01

Bestandsaufnahme

Was ist gerade wahr?

Tag 1 – 7

  • „Geh die letzte Woche durch. Was hat dir Energie gegeben — und was hat sie gezogen?"

    Tag 2 · Die Energie-Bilanz
  • „Welche Rollen spielst du an einem normalen Tag? Und in welcher fühlst du dich am wenigsten wie du selbst?"

    Tag 3 · Die Rollen
  • „Wo ging deine Zeit letzte Woche wirklich hin — nicht, wo sie hingehen sollte?"

    Tag 4 · Die Zeitwahrheit

An Tag 7 legt Kernsatz zum ersten Mal vor: alles, was es gehört hat, als zusammenhängendes Bild — und du streichst durch, was nicht stimmt.

02

Die Antriebe darunter

Was steuert mich, ohne dass ich es merke?

Tag 8 – 14

  • „Vervollständige diesen Satz fünfmal, schnell und ohne nachzudenken: ‚Ich bin jemand, der…'"

    Tag 10 · Das Glaubenssatz-Audit
  • „Was würdest du tun, wenn Scheitern garantiert folgenlos wäre — und was hält dich gerade davon ab?"

    Tag 12 · Die Angst-Landkarte
  • „Was hat diese Angst dich konkret gekostet — in den letzten fünf Jahren?"

    Tag 13 · Der Preis

Die intensivste Woche. Genau der Stoff, den die kursierenden Prompt-Screenshots anreißen — hier mit allem, was danach kommt.

03

Muster im echten Leben

Wo zeigt sich das konkret?

Tag 15 – 21

  • „Welche Situation passiert dir immer wieder — mit verschiedenen Menschen, an verschiedenen Orten?"

    Tag 16 · Wiederkehrende Muster
  • „Nach welchem Gespräch fühlst du dich größer — nach welchem kleiner?"

    Tag 17 · Die Beziehungs-Landkarte
  • „Was wolltest du mal, bevor du gelernt hast, dass es unrealistisch ist?"

    Tag 20 · Was du wirklich willst

Raus aus der Innenschau: ab hier zählt Evidenz aus dem echten Leben, nicht das, was man über sich denkt.

04

Neuausrichtung

Was ändere ich?

Tag 22 – 30

  • „Wo sagst du Ja und meinst Nein?"

    Tag 22 · Die Grenzen-Charta
  • „Was muss in deinem Leben wahr sein, damit du damit einverstanden bist?"

    Tag 24 · Nicht verhandelbar
  • „Aus allem, was wir gefunden haben: Was änderst du wirklich? Maximal drei."

    Tag 28 · Die Verpflichtungen

Reduktion statt Erweiterung. Aus drei Wochen Material werden höchstens drei Dinge — alles andere klingt im Rückblick hohl.

Schreib dir selbst in zwölf Monaten. Was soll dieser Mensch wissen?"

Tag 30 · Der Brief

Der Unterschied

Vier Dinge, die ein Chatfenster nicht kann.

Man kann diese Fragen auch in ChatGPT tippen. Nur weiß es an Tag 14 nicht mehr, was an Tag 3 war — und genau darin liegt der ganze Wert.

Es erinnert sich, und es zeigt die Veränderung

Jede Sitzung endet mit einem benannten Ergebnis: Werte-Hierarchie, Angst-Landkarte, Muster-Register. Versioniert. Deine Angst-Landkarte von Tag 5 steht neben der von Tag 30 — und der Unterschied dazwischen ist der eigentliche Ertrag.

Es legt vor, du korrigierst

Kernsatz zeigt dir, was es über dich verstanden hat — jeden Eintrag mit wörtlichem Zitat und Datum. Du bestätigst, verwirfst oder schreibst um. Deine Korrektur ist dabei wertvoller als die ursprüngliche Beobachtung.

Es widerspricht dir

Solche Sätze entstehen nur, wenn jemand mitschreibt. Kernsatz schmeichelt nicht — dafür gibt es eine eingebaute Prüfung, die jede Antwort gegen alles Frühere hält. „An Tag 9 hast du gesagt, Freiheit sei dir wichtiger als Sicherheit. Was du gerade beschreibst, klingt umgekehrt."

Es endet nicht bei der Einsicht

Jeder Tag schließt mit einer kleinen, konkreten Handlung für heute — zehn Minuten an der Sache, die du seit Monaten schiebst; einmal Nein sagen bei der kleinsten Gelegenheit. Erkenntnis ohne Handlung verdunstet innerhalb einer Woche.

Das Ergebnis

So sieht es aus, wenn jemand mitschreibt.

Nach einer Woche fasst Kernsatz zusammen, was es gehört hat — und lässt dich jede einzelne Zeile bestätigen oder streichen. Dieses Beispiel stammt aus einem Testdurchlauf mit einer erfundenen Person.

Identitäts-Momentaufnahme Version 1 · Tag 7

„Er funktioniert" — und wenn er innehält, wird ihm unwohl, weil er nicht weiß, was dann sichtbar würde.

Die Schwester beschreibt sein Leben seit Jahren mit diesem Satz — und er widerspricht ihr darin nicht.

„Widersprechen würde ich ihr nicht. Es ist mir nur unangenehm, weil sie recht hat." Tag 3 · 03.08.2026 · Konfidenz: hoch

An einem freien Urlaubstag saß er sechs Stunden am Laptop, ohne dass es von außen verlangt wurde.

„Letzten Freitag hatte ich Urlaubstag und habe trotzdem sechs Stunden am Laptop gesessen. Verlangt hat das niemand." Tag 4 · 04.08.2026 · Konfidenz: hoch

Er kann im Nachhinein nicht benennen, was er in diesen sechs Stunden konkret getan hat.

„Ich weiß nicht genau." Tag 4 · 04.08.2026 · Konfidenz: niedrig

Offene Fragen — was Kernsatz noch nicht weiß: Was füllt die Zeit, wenn er „funktioniert"? Woher kommt das Unwohlsein beim Nichtstun?

Jede Aussage trägt ein wörtliches Zitat mit Datum. Was Kernsatz nicht belegen kann, schreibt es nicht — auch wenn es plausibel klänge.

Deine Daten

Das Persönlichste, was du aufschreibst.

Entsprechend behandeln wir es — nicht als Compliance-Häkchen, sondern als Bauentscheidung, die man nachträglich nicht mehr korrigieren kann.

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Warteliste

Zum Start Bescheid bekommen.

Wir suchen Menschen, die früh mitmachen und ehrlich sagen, was nicht funktioniert. Wer sich einträgt, bekommt eine Nachricht zum Start — und vorher höchstens eine Rückfrage, falls wir Testerinnen und Tester suchen.

Du bekommst eine Bestätigungsmail. Erst wenn du den Link darin anklickst, sind wir uns einig — vorher speichern wir nichts weiter als deine Adresse und diesen Vorgang.

Fragen

Bevor du fragst.

Ist das Therapie?

Nein — ausdrücklich nicht. Kernsatz stellt Fragen, ordnet deine eigenen Antworten und spiegelt sie belegt zurück. Es diagnostiziert nicht, behandelt nicht und ersetzt keine Psychotherapie. Wenn im Gespräch etwas auftaucht, das mehr braucht als eine App, hört Kernsatz auf und nennt dir Anlaufstellen.

Wie viel Zeit kostet mich das am Tag?

Wenige Minuten. Ein Tag besteht aus einer Frage und vier bis sieben Rückfragen — kein Pensum, das man „schaffen" muss. Die Tage bauen aufeinander auf, deshalb bringt es mehr, dranzubleiben, als lange Sitzungen nachzuholen.

Was kostet es?

Ein Starterprogramm wird kostenlos sein. Das vollständige 30-Tage-Programm ist Teil eines Jahresabos; die Preisgestaltung steht noch nicht endgültig fest — deshalb fragen wir oben danach.

Läuft das mit ChatGPT? Wer liest meine Einträge?

Kernsatz nutzt Sprachmodelle mehrerer Anbieter für die Gesprächsführung — du sprichst also mit einer KI, nicht mit einem Menschen. Mit allen Anbietern bestehen Verträge zur Auftragsverarbeitung, und deine Inhalte werden nicht zum Training verwendet. Kein Mensch liest mit — außer du bittest uns ausdrücklich darum, etwa bei einem Fehler.

Wer steckt dahinter?

Ein kleines Projekt aus Gera, kein Konzern. Verantwortlich ist VectorAI, Christian Berger — vollständige Angaben im Impressum. Die inhaltlich sensiblen Teile des Programms werden vor dem Start fachlich geprüft.

Ab welchem Alter?

Ab 18. Für Jugendliche gelten andere Anforderungen, denen wir zum Start bewusst nicht gerecht werden wollen, ohne sie richtig umzusetzen.